‌Buffett ⁠habe den Posten als Verwaltungsratschef (Chairman) an seinen Sohn Howard Buffett übergeben, teilte ⁠das Unternehmen am Freitag mit. Warren Buffett werde als «Chairman emeritus» aber Mitglied des ‌Verwaltungsrats bleiben und «seine geschätzte Meinung und Ansicht» weiter ‌zur Verfügung stellen. Mit einer konservativen, ​auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie hatte Buffett die frühere Textilfirma Berkshire Hathaway zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit entwickelt. Heute ist die Beteiligungsfirma an der New Yorker Börse 1,1 Billionen Dollar wert.

Zum Jahreswechsel hatte Warren Buffett ‌bereits das Amt des Vorstandschefs an Greg Abel übergeben. «Meine Erwartungen an ihn waren von Anfang an unermesslich, und er hat sie übertroffen», bilanzierte Buffett ​in einem Brief an die Aktionäre. «Deshalb ist die Zeit ​reif, um den Übergang abzuschliessen.» ​Er habe seit 1965 für Berkshire gearbeitet, «und ich habe immer noch den besten Job der ‌Welt», schrieb er. Aber «Gevatter Zeit gewinnt immer. Er war gleichwohl grosszügig mit mir.»

Buffetts Sohn Howard ist seit 1993 für Berkshire Hathaway tätig und ​hatte ​das Unternehmen in zahlreichen Aufsichts- ⁠und Verwaltungsräten vertreten. «Das ist eine längere Lehrzeit ​als ich sie hatte, bevor ⁠ich mit 34 die Zügel in die Hand nahm», schrieb ‌Warren Buffett. «Greg leitet das Unternehmen, Howard wird auf seine Kultur und seine Werte achten.» Howard Buffett leitet seit 1999 auch ‌eine nach ihm benannte Stiftung, die sich um ​die weltweite Ernährungssicherheit und die Beilegung von Konflikten bemüht.

(Reuters)