Die Aktie von Logitech steigt am Dienstag zwar 1,8 Prozent auf 79,28 Franken. Allerdings befindet sich der Titel seit mehreren Wochen im Abwärtstrend - nachdem im Mai noch eine Notierung von rund 100 Franken erreicht wurde.
Das darf eigentlich nicht überraschen. Logitech hat den Ruf, die schwankungsanfälligste Aktie im Swiss Market Index zu sein. Der Kurs des Titels ist derzeit wieder auf den Stand von Ende 2023 zurückgefallen. Dazwischen hatte er vier Spitzen und ebenso viele Tiefpunkte - alles in einer Handelsspanne zwischen 103 Franken und 57 Franken.
Trading-orientierte Anleger konnten in den letzten fast drei Jahren mit der Aktie also gutes Geld verdienen. Sofern sie den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt erwischten.
Die derzeitige Kursschwäche mit dem tiefsten Stand seit Anfang Mai hat ihre Wurzeln unter anderem bei den Quartalszahlen von Ende Juli, als Zuliefererprobleme bekannt wurden. Ebenso wurden Bedenken wegen der künftigen Profitabilität geäussert. Grund sind die erhöhten Investitionen in Forschung und Entwicklung, mit denen Logitech das zukünftige Umsatzwachstum ankurbeln will. Neue Produkte sollen vor allem in den Bereichen Körperhaltung, Spracherkennung und natürlich Gaming entstehen.
Der Analyst von JPMorgan schätzt, dass es neun bis zwölf Monate dauern wird, bis erste Anzeichen dieser Wachstumsinvestitionen sichtbar werden. JPMorgan erwartet daher nur begrenztes Wachstum beim operativen Ergebnis. Es wird ein Kursziel von 83 Franken für die Logitech-Aktie veranschlagt (derzeit: 79 Franken). Die Anlageempfehlung lautet «Neutral».
Auch gemäss der UBS dürfte der operative Hebel erst nächstes Jahr wieder einsetzen, und zwar ab dem zweiten Quartal 2027, wenn die erhöhten Investitionen, die strategisch als «richtig» beurteilt werden, ihre Wirkung entfalten. Wegen des daraus entstehenden kurzfristigen «Gegenwindes» beim Gewinn hat die UBS bloss ein Kursziel von 80 Franken. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt laut Bloomberg bei 89 Franken.

