Im Rahmen seines Vorhabens, den US-Immobilienverwalter Howard Hughes zu einer modernen Version von Buffetts Berkshire Hathaway zu machen, plant der bekannte Investor Bill Ackman, Kapital von Dritten einzuwerben. Damit will er die Rendite des Immobilienentwicklers steigern. Bill Ackmans Hedgefonds Pershing Square hat letztes Jahr 47 Prozent von Howard Hughes übernommen.
Ackmans Vorbilder sind etwa Unternehmen wie Brookfield und Blackstone. «Denken Sie an Brookfield, denken Sie an Blackstone – der typische Immobilieninvestor setzt nur sehr wenig eigenes Kapital ein», sagte Ackman, Executive Chairman von Howard Hughes, in einem Interview mit Bloomberg Television. «Wir werden umgehend einen Prozess einleiten, um Partner ins Boot zu holen und unseren Eigenkapitalanteil an unseren Immobilien um bis zu 80 Prozent zu reduzieren.» So wolle man Howard Hughes stärker zu einem Immobilien-Asset-Manager entwickeln, der jedoch selbst erheblich investiert bleibe, so Ackman weiter.
Zahlreiche grosse Vermögensverwalter haben versucht, dem Vorbild von Berkshire Hathaway zu folgen – jenem einst angeschlagenen Textilunternehmen, das Buffett durch den Zukauf von Versicherungsgesellschaften und die Reinvestition der eingenommenen Prämien in weitere Übernahmen zu einem Billionen-Dollar-Mischkonzern ausbaute.
Diese Strategie hat an der Wall Street in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen, da Investmentriesen Kapital von Anlegern einwerben, um eigene Kreditgeschäfte und Zukäufe zu finanzieren. Ackman, Brookfield und andere Vermögensverwalter haben den Wunsch geäussert, ihre Unternehmen nach dem Vorbild von Berkshire zu gestalten.
In diesem Zusammenhang erwarb Howard Hughes Anfang des Jahres den Spezialversicherer Vantage Group. Damals gaben die Unternehmen bekannt, dass Ackmans Hedgefonds Pershing Square die Übernahme durch Howard Hughes unterstützen und das Vermögensportfolio von Vantage kostenlos verwalten würde – mit dem Ziel, den Anteil an Stammaktien schrittweise zu erhöhen.
Ackman hat begonnen, dieses Versprechen einzulösen: Etwa ein Drittel des Unternehmensvermögens ist inzwischen in Aktien investiert, nachdem er längerfristige Staatsanleihen verkauft hatte. Das Unternehmen plane, langfristig rund 45 Prozent seines Vermögens in Aktien anzulegen, so Ackman. «Ich bin eigentlich kein Investor für festverzinsliche Wertpapiere. Das Chance-Risiko-Verhältnis bei längerfristigen festverzinslichen Anlagen fand ich nie attraktiv», sagte Ackman. «Ich mag es entweder risikofrei oder mit hoher Rendite.»

