Zahlen - Arbonia kann trotz Corona-Einfluss Betriebsgewinn steigern

Der Bauzulieferer Arbonia hat im ersten Halbjahr 2020 zwar beim Umsatz die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren bekommen, aber aufgrund einer besseren Kostenstruktur beim Betriebsgewinn zugelegt.
13.07.2020 07:57
Der Arbonia-Hauptsitz in Arbon.
Der Arbonia-Hauptsitz in Arbon.
Bild: ZVG

Die Bauindustrie in wichtigen Märkten hätten nur "leichte Einschränkungen" gesehen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Seit Juni sei zudem eine Erholung spürbar. Während der Umsatz in Franken gerechnet um 6,3 Prozent tiefer ausfiel, wurde währungsbereinigt ein Minus von 1,7 Prozent verbucht. Das Unternehmen erwartet, dass das EBITDA mit und ohne Sondereffekte über den Vorjahreswerten zu liegen kommen wird. Beim EBIT wird mit einer "überproportionalen Steigerung" gerechnet.

Seit Mitte März habe sich der Pandemie-Ausbruch auf die Konjunktur und auch die Bauindustrie in Europa ausgewirkt. Massgeblich negativ beeinflusst wurden dadurch massgebliche Absatzmärkte von Arbonia wie Italien, Frankreich, Benelux und Polen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Hauptabsatzmärkte Deutschland und Schweiz hätten jedoch nur eine leichte Einschränkung der Bautätigkeit erfahren. Nachdem die Monate April und Mai 2020 negativ geprägt wurden, sei im Juni bereits eine Erholung der Absatzmärkte erkennbar gewesen.

Profitabler dank Produktionsverlagerung und Automation

Arbonia hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Umstrukturierungen im Fenster und Türen-Geschäft vorgenommen und teilweise Produktions-Einheiten nach Osteuropa verlagert. Durch den höheren Automatisierungsgrad sei zudem die Kostenstruktur variabler, heisst es weiter. Die Ausrichtung auf die zentraleuropäischen Märkte sowie auf den Wohnungsmarkt hätten sich als stabilisierende Elemente erwiesen.

Der Bauzulieferer legt das detaillierte Konzernergebnis am 18. August vor. Dann soll auch ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 gegeben werden. Das Management hatte Anfang April aufgrund der Unsicherheiten durch Covid-19 seine ursprüngliche Jahres-Guidance zurückgezogen.

Im ersten Quartal hatte Arbonia in Franken gerechnet einen um 2,0 Prozent rückläufigem Umsatz von 326,2 Millionen Franken ausgewiesen, währungsbereinigt jedoch ein Wachstum von 2,7 Prozent erreicht. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg gleichzeitig um 12,6 Prozent auf 22,5 Millionen.

(AWP)

 
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