Zeno Staub - Vontobel-Chef gegen Outsourcing

Vontobel-Chef Zeno Staub hält nichts von den in der Branche verbreiteten Sparprogrammen und Outsourcing in billige Länder.
02.07.2017 11:55
Zeno Staub, CEO Vontobel.
Zeno Staub, CEO Vontobel.
Bild: ZVG

Sparen sei keine Strategie und es helfe der Innovation nicht, Mitarbeiter über den Globus zu verteilen, sagte Staub der "SonntagsZeitung". "Wir werden sicher nicht Mitarbeiter nach Polen oder Indien verschieben", sagte Zeno Staub im Interview. Das Backoffice sei in Zürich und das bleibe so. Die Bank Vontobel könnte zwar die Administration nach Polen verlegen und tiefere Löhne zahlen.

Doch dafür müsste er Mitarbeiter einstellen, die die Arbeit in Polen überwachten. Besser sei es, die internen Prozesse effizient zu gestalten und wenn immer möglich zu automatisieren, sagte Staub weiter. Staub distanzierte sich von den Entlassungswellen in der Finanzbranche in den letzten Jahren. Vontobel habe die Mitarbeiterzahl seit 2000 auf 1700 verdoppelt, betonte er. Sowieso sei Sparen keine Strategie, das gehöre einfach dazu.

"Ich halte nichts von grossen Sparprogrammen, bei denen man mit dem Rasenmäher die Kosten kürzt", führte er aus. Das schaffe falsche Anreize. Dann versuche jede Geschäftseinheit, Fettposter für die nächste Schlechtwetterphase anzulegen, die bestimmt komme.

(AWP)