Unter dem ‌Strich entstanden ⁠162'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft, wie aus dem am ⁠Freitag veröffentlichten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters ‌befragte Experten hatten nur mit 56.000 ‌Jobs gerechnet. In ersten ​Reaktionen hiess es dazu:

ELMAR VÖLKER, LBBW:

«Dieses Mal schlägt das Pendel wieder in die Gegenrichtung aus: Nach der Enttäuschung vom Juli überzeugt der Arbeitsmarktbericht für August ‌mit einem sehr soliden Stellenplus, nebst Aufwärtsrevision für die Vormonate. Die US-Notenbank muss mithin nicht befürchten, dass der Arbeitsmarkt in ​eine Krise rutscht. Heisst: Die ​Währungshüter können sich geldpolitisch voll auf ​die Entwicklung der Inflation konzentrieren. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung auf ‌der anstehenden Fed-Sitzung am 16. September ist damit ein wenig gestiegen. Das Zünglein an der Waage dürften ​aber unverändert ​die Konsumentenpreisdaten für ⁠August sein, die in genau einer ​Woche veröffentlicht werden.»

RALF ⁠UMLAUF, HELABA:

«Im August ist es zu einem ‌ansehnlichen Stellenaufbau gekommen, die Konsensschätzung wurde klar übertroffen. Zudem wurde der Juliwert nach oben revidiert, ‌sodass sich nun ein Plus ergibt. Darüber ​hinaus weist die unverändert auf 4,1 Prozent stehende Arbeitslosenquote auf die solide Verfassung des Arbeitsmarktes hin. Die ‌Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed ​werden wieder angeheizt.»

(Reuters)