Sie senken ihre Prognosen für die Schweizer Inflation für 2026 und 2027. Hintergrund ist ein tieferer Preisdruck als erwartet. Konkret sagen die ZKB-Experten für das kommende Jahr neu eine Inflationsrate von 0,5 Prozent voraus, wie es im Ausblick vom Montag heisst. Bisher hatten sie mit einer Rate von 0,7 Prozent gerechnet. Die Prognose für 2027 wird auf 0,7 von 0,8 Prozent gesenkt.
«Der Preisdruck ist in den letzten Monaten etwas geringer ausgefallen als erwartet», heisst es zur Begründung. Abgesehen von den Preisen für Erdölprodukte seien keine nennenswerten Preisanstiege zu beobachten.
Darüber hinaus habe der Schweizer Franken zusammen mit den höheren Zinserwartungen für andere Notenbanken zuletzt etwas an Stärke verloren. «Entsprechend besteht weder am Devisenmarkt noch bei der Inflation unmittelbarer Handlungsbedarf für die Schweizer Geldpolitik», so das Fazit.
Die Prognosen für das Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) werden derweil bestätigt. Demnach erwarten die Experten ein Wachstum von 1,0 Prozent im Jahr 2026 und von 1,2 Prozent im Jahr 2027. Die Schweizer Wirtschaft erweise sich als widerstandsfähig gegenüber den globalen Entwicklungen, heisst es dazu.
(AWP)

