Ein 2,7-prozentiges Minus führt die Valoren des Baustoffkonzerns Amrize auf den Stand von 34,19 Franken herab. Dies ist neu der tiefste Stand seit dem Börsengang vom Juni 2025. Damals betrug der Eröffnungskurs 46,00 Franken. Im vergangenen Februar reichte es den Titeln des von CEO Jan Jenisch geleiteten Unternehmens bei 51,34 zum Rekordhoch. Es hielt nicht lange, der Kursverfall setzte sich immer weiter fort.
Am heutigen Mittwoch drängen zwei Herabstufungen die Amrize-Valoren ein weiteres Stück zurück. Zum einen senkt die Bank of America das Rating auf «Underperform» von «Neutral», wobei das Kursziel auf 32 von 40 Franken fällt. Zum anderen geht die zuständige Analystin der amerikanischen Grossbank JPMorgan, Elodie Rall, auf «Neutral» von zuvor «Übergewichten» und passt das Kursziel auf 42 von 46,30 Franken an. Rall hatte die Abdeckung des Baustoffunternehmens im Oktober 2025 aufgenommen und das «Übergewichten»-Rating seither beibehalten. Nun ist der Geduldsfaden gerissen - die Zweitquartalszahlen wirken offenbar nach.
Der Anfang August vorgestellte Bericht zum Geschäftsgang im zweiten Quartal wies zwar eine unerwartet starke Umsatzdynamik aus. Sie konnte die steigenden Kosten aber nur teilweise auffangen. Und so fiel der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) sowie die Marge letztlich unter den Erwartungen aus. Zudem hat das Management zwar den Ausblick 2026 für den Umsatz angehoben, doch die Guidance für den operativen Gewinn gesenkt. Das deutet auf anhaltenden Kostendruck in den kommenden Monaten hin. Die Anlegerinnen und Anleger zogen sich am Berichtstag in grossem Stil zurück. Die Aktie ging mit einem Verlust von 8,8 Prozent aus dem Handel.
Aktuell beträgt das durchschnittliche Kursziel aller von Bloomberg erfassten Analysten 46,09 Franken. Es entspricht dem Eröffnungskurs der Aktie beim Börsengang im Sommer 2025 und impliziert einen mittelfristigen Kursgewinn von rund 35 Prozent. 14 Experten stufen die Titel des Baustoffkonzerns mit «Buy» ein. Zehn sind für «Hold», einer sagt «Sell».

