Finanzministerin Karin Keller-Sutter wird wohl im kommenden Frühling eine Bundesrechnung 2026 mit schwarzen Zahlen präsentieren können. Das prognostiziert nach einer ersten Hochrechnung von Juni nun auch eine zweite Hochrechnung von Ende September.

Der Bundesrat hat diese an seiner Sitzung vom Mittwoch zur Kenntnis genommen, wie er mitteilte. Das Ergebnis dieser zweiten Hochrechnung ist fast gleich wie jenes von Juni: Für das laufende Jahr rechnet der Bund mit einem Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Franken.

Im Vergleich zum budgetierten Defizit von 0,7 Milliarden Franken bedeutet dies eine Verbesserung um rund 1,5 Milliarden Franken. Im Juni lautete die Prognose noch: Finanzierungsüberschuss von 0,8 Milliarden Franken, aber ebenfalls Verbesserung von rund 1,5 Milliarden Franken.

Wie schon nach der ersten Hochrechnung schreibt der Bundesrat, Hauptgrund für die Verbesserung der Lage seien mehr Einnahmen aus der Gewinnsteuer. Diese fielen nun wohl noch höher aus als angenommen. Bei der Verrechnungssteuer dürften hingegen die Rückerstattungen für 2023 deutlich höher ausfallen als die dafür vorgesehene Rückstellung. Die Differenz wird dem laufenden Jahr belastet.

(AWP)