Die Kritik reisst nicht ab. Ging es vor drei Wochen los mit Warnungen vor negativen Folgen einer ungebremsten Entwicklung von KI, so äussern sich inzwischen fast täglich wichtige Player ebenfalls vorsichtig bis mahnend. Ist das echte Sorge oder nur vorgeschoben? KI-Giganten wie OpenAI oder jetzt auch Gates könnten andere Ziele haben. Eine Regulierung des Segments könnte hohe Eintrittsbarrieren für neue KI-Player mit sich bringen. Die bereits etablierten Player im Sektor könnten den Markt so leichter für sich aufteilen. Zudem: Wer sich jetzt besorgt zeigt, hat möglicherweise bei einer tatsächlichen Regulierung durch internationale oder nationale Gremien mehr Recht auf Mitsprache. Wer weiss das schon?
Eins auf jeden Fall ist klar: KI und Rechenzentren wachsen ungebremst mit hohem Tempo. Und die Aktien von Firmen im Sektor haben sich von den ersten KI-Warnungen Anfang Monat längst erholt. Intel insbesondere konnte in den letzten Wochen massiv zulegen. Die Aktie des Chipherstellers bringt seit Anfang September ein Plus von 35 Prozent. Und da ist noch mehr drin.
Aktuell stürzen sich Anleger regelrecht auf die Aktie des Tech-Konzerns aus Santa Clara. Die nächsten Quartalszahlen kommen zwar erst am 22. Oktober. Doch bei Intel passt derzeit alles zusammen. Die neue Herstellungstechnologie der Kalifornier – Intel 18 A – läuft seit Ende 2025 in Massenproduktion und entwickelt sich nach ersten Startproblemen zusehends zur Goldgrube.
Lag die Chipausbeute von fehlerfreien Chips je Siliziumscheibe nach Start der Produktion bei etwa 55 bis 65 Prozent, so hat Intel nun eine hohe Ausbeute von mehr als 80 Prozent erreicht. Das macht die Fertigung hochprofitabel. Befeuert durch diese Erfolge will Intel nun auch die nächste Generation nicht mehr an TSMC zur Auftragsfertigung dieser Mikrochips auslagern, sondern mit etwa 90 Prozent fast alles inhouse fertigen.
Und die neue Linie mit Intel 14 A steht schon 2028 zur Markteinführung an. Tech-Giganten wie Nvidia, Microsoft und Apple sollen diese neue Generation bereits auf ihre Eignung für die eigenen Produkte prüfen. Meldungen zufolge soll Intel Tesla erst im August als Gross- und Ankerkunden für diese neue Fertigung gewonnen haben.
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Man kann gespannt sein auf die Quartalszahlen in vier Wochen. Angesichts der Orderlage und Entwicklungspipeline sehen manche Analysten Intel bereits auf 200 Dollar steigen. Mag das vielleicht ein oder zwei Jahre dauern, so spekulieren risikofreudige Anleger mit einem Call auf schnelle Kursgewinne von derzeit 123 Dollar auf 140 Dollar und ein neues Allzeithoch.
Denn Intel hat vor wenigen Tagen den Widerstand bei 120 Dollar geknackt und als nächste Hürde kommt das Allzeithoch vom Juni bei 141 Dollar ins Visier. Ein Zertifikat mit 4er-Hebel (ISIN: CH1594889144) würde bei einem Kursanstieg von Intel um zehn Prozent auf 140 Dollar rund 40 Prozent nach oben klettern. Ein Call mit 7er-Hebel (ISIN: CH1585719417) könnte 70 Prozent nach oben schiessen. Ein Faktor-Zertifikat mit konstantem 8er-Hebel (ISIN: CH1590557828) verspricht annähernd eine Verdoppelung.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1585719417 BAER Call-Warrant |
Bank Julius Bär | Intel Corp. | Call | CHF | Mittel |
| CH1590557828 VT Constant Leverage Certificate (Stop Loss 111.47) |
Bank Vontobel | Intel Corp. | Bull | CHF | Hoch |
| CH1594889144 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 94.30) |
UBS | Intel Corp. | Long | CHF | Gering |
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