Durch die Blockade der Strasse von Hormus durch Iran und jetzt durch Bombardements der wichtigen Ost-West-Pipeline in Saudi Arabien durch Huthi-Milizen und obendrein auch noch der Eroberung und Besetzung des jemenitischen Küstenstreifens am Roten Meer durch Huthi-Rebellen steht das Ölkartell der OPEC Kopf. Die Organisation der rohölexportierenden Länder hat aktuell keine Förderquoten aufgerufen.
Tatsächlich ist durch diese militärischen Aktionen der Huthis und Mullahs aus Teheran etwa ein Drittel des weltweiten Rohölflusses bedroht. Über die Strasse von Hormus aus dem Persischen Golf geht seit Monaten so gut wie nichts mehr. Jetzt kommt die Strasse von Bab al-Mandab zwischen der arabischen Halbinsel und dem afrikanischen Küstenstaat Djibouti dazu und dann auch noch der Beschuss der wichtigen Ölpipeline in Saudi Arabien.
Der Beginn der Angriffe auf Teheran durch USA und Israel im März erweist sich nun immer mehr als Rohrkrepierer, als Stich in ein Wespennest, das immer mehr ausser Kontrolle gerät. In diesem Umfeld zieht es den Preis für Rohöl massiv nach oben. Innerhalb weniger Tage ist der Preis für schwarzes Gold – egal ob Sorte Brent aus der Nordsee oder WTI aus Texas – jeweils um 15 Prozent gestiegen.
Die beiden Ölsorten haben zwar wieder etwas nachgegeben, aber die Unsicherheit und physische Verknappung durch gesperrte oder blockierte Transportwege bleibt bestehen. In diesem Umfeld scheint mir die Richtung des Ölpreises – noch dazu kurz vor der bevorstehenden Heizperiode – klar: nach oben.
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Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf einen erneuten Schub bei schwarzem Gold und Kursen von 120 Dollar und mehr. Ein Call mit 4er-Hebel (ISIN: CH1588408570) würde bei einem entsprechenden Kursanstieg von Brent von 15 Prozent rund 60 Prozent zulegen.
Alternativ zu einem Direktinvestment in Rohöl bieten sich auch Aktien von Ölgesellschaften an. TotalEnergies beispielsweise konnte im aktuellen Umfeld ebenfalls deutlich um fast zehn Prozent in wenigen Tagen zulegen. Die Aktie des EuroStoxx 50-Mitglieds aus Paris hat durch diese Steigerungen nun den Widerstand beim Allzeithoch vom März bei 80 Euro erreicht. Knackt die Aktie diese Hürde, könnte Total ganz schnell in Richtung obere Begrenzungslinie des Aufwärtstrends aus 2022 laufen. Da wären in diesem Fall Kurse um 90 Euro – weitere Steigerungen von zehn bis 15 Prozent – drin.
Ein Call mit 6er-Hebel (ISIN: CH1580928559) verspricht dann Kursgewinne zwischen etwa 50 und 80 Prozent. Ein Zertifikat mit spekulativem 13er-Hebel (ISIN: CH1604060629) könnte 150 bis 200 Prozent nach oben schiessen.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1588408570 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 75.19) |
UBS | ICE Brent Crude Oil Front Month Future | Long | CHF | Gering |
| CH1580928559 BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 70.10) |
Bank Julius Bär | TotalEnergies SE | Long | CHF | Mittel |
| CH1604060629 VT Long Mini-Future (Stop Loss 76.23) |
Bank Vontobel | TotalEnergies SE | Long | CHF | Hoch |
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