VW tritt noch stärker auf die Bremse. Nachdem beim DAX-Konzern bereits seit Ende 2024 schrittweise 50'000 Jobs weggefallen sind oder noch gestrichen werden, bauen die Wolfsburger nun bis 2030 weitere 50'000 Stellen ab. Zusammen mit zusätzlichen Restrukturierungen wie etwa Gehaltskürzungen bei 4000 Führungskräften will VW ab 2030 rund 15 Milliarden Euro jährlich einsparen.

Schon davor hatte sich der Autobauer ein Sparprogramm verordnet. Radikale Streichungen in der Modellpalette und bei Ausstattungen, Verwendung von gleichen Bauteilen in den verschiedenen Marken oder Kürzung von Entwicklungszeiten um ein Drittel sowie von Budgets für IT, Dienstleistungen und Marketing sollen bis 2028 die Gesamtkosten um 20 Prozent oder 60 Milliarden Euro jährlich drücken.

Die Kostenbei VW könnten so ab 2030 insgesamt um ein Viertel tiefer sein. Das tut auch Not. Denn VW steckt seit Jahren in einer relativen Krise drin – dazu gleich noch mehr. Auf jeden Fall ist etwa der Autoabsatz in China zu den Verkaufserfolgen Ende der 2010er-Jahre von mehr als vier Millionen um rund ein Drittel auf 2,7 Millionen Fahrzeuge eingebrochen. Der Gewinn im Reich der Mitte hat sich so geviertelt.

Dazu kommt die ohnehin teure Produktion in Deutschland mit hohen Personal- und Energiekosten und hohe Ausgaben für den Umstieg auf Elektroautos. Obendrein unterhält VW hohe Überkapazitäten. Es gibt zu viele Werke, und die sind nicht ausgelastet. Das entspricht etwa 500'000 Fahrzeugen pro Jahr.

So viel zu den Problemen, jetzt zum Thema «relative» Krise. Zwar hat sich der VW-Gewinn je Aktie in den letzten Jahren auf 13,31 Euro fast halbiert. Doch das ergibt immer noch ein tiefes 6er-KGV. Dabei hat sich die im DAX notierte VW-Vorzugsaktie zu den Allzeithochs aus 2015 und 2021 schon gedrittelt und ist auf den tiefsten Stand seit 2010 gefallen.

Die Bekanntgabe der neuen Sparmassnahmen und Stellenstreichungen hat den Kurs nun angeschoben. Innerhalb weniger Tage verbuchen die VW-Stämme Steigerungen von mehr als zehn Prozent. Angesichts der erwarteten Spareffekte mit prognostizierter Gewinnverdopplung bis 2028 ist bei der Aktie mittelfristig ohnehin in etwa eine Kursverdopplung zu erwarten. Aber schon kurzfristig ist VW vielversprechend und gut für schnelle Kurssteigerungen um nochmals zehn Prozent. Denn die Vorzugsaktie ist jetzt über den Widerstand bei 80 Euro nach oben ausgebrochen. Die nächste grössere Hürde liegt bei 90 Euro.

Passende Partner-Produkte zu VW AG Vorzüge (Calls)

Risikofreudige Anleger hebeln mit einem Call dieses mögliche und schnelle Kurspotential von zehn Prozent auf ein Vielfaches. Ein Call mit 3er-Hebel (ISIN: CH1577913333) würde bei einem schnellen Anstieg von VW auf 90 Euro rund 30 Prozent klettern. Ein Zertifikat mit 4er-Hebel (ISIN: CH1579859435) könnte 40 Prozent zulegen. Ein Call mit 6er-Hebel (ISIN: CH1582368580) verspricht ein Plus von etwa 60 Prozent.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1577913333
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 61.54)
UBS Volkswagen AG (Vz) Long CHF Gering
CH1579859435
LEON Long Mini-Future (Stop Loss 64.85)
Leonteq Securities Volkswagen AG (Vz) Long CHF Mittel
CH1582368580
VT Long Mini-Future (Stop Loss 70.77)
Bank Vontobel Volkswagen AG (Vz) Long CHF Hoch

 

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