Im März vor drei Jahren hatte UBS die Übernahme der angeschlagenen Credit Suisse angekündigt. Der Kurs des SMI-Mitglieds fiel damals wie ein Stein 15 Prozent innert kurzer Zeit nach unten. Anleger hatten Angst, UBS könnte sich übernehmen und würde auch vom Image her negativ betroffen sein.

Aber genau das Gegenteil ist passiert. Zwar gab es nach dem Aus der Credit Suisse von dort Mittelabflüsse von Kunden in Höhe von etwa 100 Milliarden Dollar. Doch schon in 2024 und seither jedes Jahr strömen neue Kundengelder zur UBS. 2024 waren das fast 100 Milliarden Dollar, 2025 sogar etwa 130 Milliarden und im ersten Halbjahr bereits nochmals etwa 70 Milliarden Dollar Neugeld.

UBS hat die Integration von Credit Suisse aber auch bravourös gemeistert. Das ist eben gut fürs Image, ein Zeichen von innerer Stabilität. Die Umstellung der Konten lief unerwartet gut und auch die der IT. Jetzt, drei Jahre nach der Übernahme, hat UBS auch die Einsparziele nahezu erreicht. Bezogen auf die gemeinsame Kostenbasis 2022 von UBS und Credit Suisse zusammen sind die Kosten nun Jahr für Jahr rund 13 Milliarden Dollar tiefer als zuvor. Dabei wurden etwa Filialen von Credit Suisse und UBS am gleichen Standort geschlossen oder doppelt besetzte Stellen abgebaut. Daneben brachte die Integration von Credit Suisse UBS unter anderem auch Einsparungen in der IT.

Da die Integration jetzt in die Endrunde geht und die Ziele vermutlich in diesem Jahr erreicht werden, ist bei UBS 2026 ein Gewinnsprung drin. Der Jahresüberschuss könnte dieses Jahr um etwa 20 Prozent von 7,6 auf 9,5 Milliarden Franken klettern.

Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die UBS will die Rendite auf das harte Eigenkapital nämlich bis 2028 von 15 auf 18 Prozent ausweiten. Der Gewinn könnte dann nochmals kräftig auf etwa 13 Milliarden Franken oder rund 4,50 Franken je Aktie zulegen. UBS wäre dann mit einem 10er- oder 9er-KGV bewertet und im Vergleich zur Peer-Group günstig bewertet. Das eröffnet dem SMI-Mitglied auf Sicht von etwa zwei Jahren möglicherweise Kurspotenzial um 50 Prozent in Richtung 65 Franken.

Das ist die mittlere Sicht. UBS ist dazu noch schon jetzt kurzfristig interessant. Vor zwei Wochen ist die Aktie von der oberen Begrenzungslinie des Aufwärtstrends aus 2023 nach oben abgeprallt und notiert nun am Widerstand aus 1998 und 2005. Fällt diese Hürden, könnte UBS um weitere zehn bis 20 Prozent zulegen.

Passende Partner-Produkte zu UBS (Mini Future)

Risikofreudige Anleger setzen mit Calls auf dieses Szenario. Ein Call mit 6er-Hebel (ISIN: CH1572885619) könnte bei einem Anstieg von UBS auf 50 Franken mehr als 50 Prozent zulegen. Ein Zertifikat mit 8er-Hebel (ISIN: CH1582370321) verspricht sogar einen Gewinn um 80 Prozent.

Ein Call mit 10er-Hebel (ISIN: CH1592321918) würde sich bei UBS-Kursen um 50 Franken sogar verdoppeln. Sollte UBS sogar auf 55 Franken durchmarschieren, wären mit den drei genannten Produkten Gewinne von 100, 150 und 200 Prozent drin. Also eine Verdoppelung bis Verdreifachung.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1572885619
BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 38.49)
Bank Julius Bär UBS Group AG Long CHF Gering
CH1582370321
VT Long Mini-Future (Stop Loss 40.57)
Bank Vontobel UBS Group AG Long CHF Mittel
CH1592321918
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 41.02)
UBS UBS Group AG Long CHF Hoch

 

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