Falls die EU das in böser Absicht mache, würden die USA «sehr hohe Zölle gegen Europa» verhängen. Trump sagte allerdings auch, dass es in Ordnung sei, falls die Absicht gut sei - ohne genauer zu erläutern, woran er das festmachen würde. Zu Kanada sagte er nur, das Nachbarland sei zuletzt ein «schrecklicher Handelspartner» gewesen.

Die USA und Kanada befinden sich aktuell in einem festgefahrenen Handelsstreit, der zuletzt wieder eskaliert war. Im Zollkonflikt mit der EU hatten sich die Vereinigten Staaten vor mehr als einem Jahr auf ein Zollabkommen geeinigt.

Was von der Leyen vorgeschlagen hat

Kanada soll nach dem Willen der EU-Kommissionspräsidentin das erste «assoziierte Mitglied» der Europäischen Union werden. Als konkrete Bereiche für eine mögliche engere Zusammenarbeit nannte von der Leyen am Mittwoch Technologiefragen, die Produktion von Rüstungsgütern sowie die Künstliche Intelligenz und die Arktispolitik. Wie die geplante assoziierte EU-Mitgliedschaft konkret gestaltet werden soll, erklärte sie allerdings zunächst nicht.

Kanadas Premierminister Mark Carney begrüsse den «Vorschlag» zu einem «weitaus stärkeren, ehrgeizigeren Bündnis in der Zukunft». Eine assoziierte Mitgliedschaft wurde in seiner Stellungnahme nicht direkt erwähnt.

Eine reguläre EU-Mitgliedschaft Kanadas ist nach den geltenden Verträgen nicht möglich. Nach Artikel 49 des EU-Vertrags können nur europäische Staaten der Union beitreten.

(AWP)