Das «Wall Street Journal» und das Magazin «Politico» hatten zuvor unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen berichtet, dass CIA-Chef John Ratcliffe bei seinem Besuch am Dienstag in Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt haben soll. Trump lehnte es nun ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von Ratcliffe zu kommentieren. «Sie werden nicht angreifen», sagte er lediglich.
Kreml spricht von «Schauergeschichten»
Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete «Politico». Zudem habe er den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren. Über den Inhalt der Gespräche wurde offiziell allerdings nur kaum etwas bekannt. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bestätigte am Donnerstag sein Treffen mit Ratcliffe, machte aber keine Angaben zum Inhalt.
Berichte über mögliche russische Vorbereitungen für einen Angriff auf Nato-Verbündete wurden im Kreml als «Schauergeschichten» zurückgewiesen. Vor dem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine hatten Moskauer Vertreter ebenfalls westliche Medienberichte über die Kriegsvorbereitungen als «Schauermärchen» abgetan. In seinem Abwehrkampf wird das angegriffene Land dabei massiv von westlichen Staaten unterstützt./ngu/DP/he
(AWP)
