Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs «kleine Fische» seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA «mit grossem Abstand» führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: «Wir haben 18 Menschen verloren, 18 grossartige Menschen (...) und einer ist schon einer zu viel.»

Seit längerem versucht die US-Regierung, den Iran-Krieg zu relativieren. In rund zwei Monaten stehen die wichtigen Parlamentswahlen an. Aufgrund der Energiekrise durch die faktisch weiterhin blockierte Strasse von Hormus - die vor dem Konflikt noch für den weltweiten Ölhandel offen war - haben viele US-Amerikaner mit hohen Preisen zu hadern. Das sorgt für wenig Begeisterung für die Politik von Trump und seinen Republikanern.

Erst am Donnerstag hatte Vize-Präsident JD Vance bei einem ersten offiziellen Pressebriefing des Weissen Hauses seit Wochen den Konflikt mit dem Iran heruntergespielt. «Ich würde es nicht als Krieg bezeichnen», sagte er vor Journalisten und argumentierte, dass es derzeit keine Kampfhandlungen gebe. In den Monaten davor und zuletzt Anfang der Woche hatte das US-Militär immer wieder Ziele des Irans ins Visier genommen. Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen./ngu/DP/stw

(AWP)