Chinas Atomwaffenarsenal liege noch hinter denen der USA und Russlands zurück, allerdings erwarte er, dass Peking innerhalb der nächsten fünf Jahre zu den USA aufschliessen werde. China sei daher weniger dazu bereit, abzurüsten, sagte Trump. Gespräche fänden dennoch statt.
Keine genauen Angaben zu Gesprächen
Mehr Details nannte der US-Präsident nicht. Trump hatte bereits früher gesagt, dass es Gespräche zwischen den drei Staaten über atomare Abrüstung gebe. Angaben zu konkreten Verhandlungsrunden oder Ergebnissen machte Trump allerdings nicht. China hatte Abrüstungsgespräche mit den USA und Russland im Jahr 2020 abgelehnt.
Laut einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland über 5.420 Atomsprengköpfe, die USA über 5.042. China baue sein Atomwaffenarsenal derweil schneller aus als jedes andere Land. Bei seiner Militärparade 2025 präsentierte das Land mehrere neue Nuklearsysteme und verfügt inzwischen nach Sipri-Schätzungen insgesamt über rund 620 Atomsprengköpfe.
Bisheriger Rüstungskontrollvertrag ausgelaufen
Im Februar lief der Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen Russland und den USA aus, ohne dass ein Nachfolgeabkommen zustande kam. Trump warb danach für ein neues Abkommen, liess aber offen, wer genau an der Ausarbeitung eines neuen Vertrages beteiligt sein sollte. New Start begrenzte die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf 1.550 Stück für jede Seite, die Zahl der einsatzbereiten Abschussvorrichtungen auf 700.
Sipri warnte in seinem Bericht im Juni, ohne Nachfolgeabkommen könnten Russland und die USA theoretisch viele hundert Sprengköpfe auf bestehende Trägersysteme laden. Die Forscher sprachen von einem neuen nuklearen Wettrüsten./alz/DP/stk
(AWP)
