Die Videos sind vor allem als Anti-Kommunismus-Botschaft inszeniert. Eins ähnelt einem Wahlwerbespot Trumps aus dem Jahr 2024. Trump spricht in dem Schwarz-Weiss-Video von der «letzten Schlacht». Man werde «Kommunisten, Marxisten und Faschisten vertreiben». In einem weiteren singt ein Chor im Hintergrund wieder und wieder die Worte «Love me». Trumps Stimme ist zu hören: «Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein.» Im Video ist eingeblendet: «finanziert von der US-Regierung».
Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, sprach von einer «korrupten Verwendung amerikanischer Steuergelder». Trump habe während der Hauptsendezeit auf mehreren Kanälen einen parteipolitischen Wahlwerbespot ausstrahlen lassen, für den die US-Steuerzahler bezahlt hätten, sagte Schumer im Senat.
Auch Kritik aus den eigenen Reihen
Auch einige republikanische Senatoren äusserten sich kritisch. John Thune, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, sagte laut der Zeitung «The Hill», Trumps Botschaft sollte nicht aus Steuergeldern finanziert werden. Ähnlich äusserte sich der Republikaner Mike Rounds: «Ich denke, sie müssen diese Strategie überdenken», sagte er.
Das Weisse Haus erklärte laut dem Sender CNN, es handle sich bei den Videos «ganz eindeutig nicht um Wahlwerbung». Vielmehr handle es sich um Kampagnen zur Aufklärung der Öffentlichkeit.
«WSJ»: Spots wurden landesweit Dutzende Male ausgestrahlt
Das «Wall Street Journal» schrieb, dass die Spots allein bis Sonntagabend fast 90 Mal landesweit ausgestrahlt worden seien, unter anderem auf den Sendern Fox News und CBS. Auf Regionalsendern liefen die Videos demnach mehr als 2.300 Mal. Laut CNN wurde das Video am Sonntag während mindestens zwei NFL-Football-Spielen ausgestrahlt./heh/DP/he
(AWP)
