Ein Ende der Krise ist bisher nicht in Sicht. Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison setze sich der Trend zu kurzfristigeren Buchungen fort, meldete der Konzern. Daher lässt sich der Vorstand weiter Spielraum, um das Angebot kurzfristig an die Nachfrage anzupassen.

Obwohl das Geschäftsjahr 2025/26 fast zu Ende ist, nannte Ebel weiterhin keine Umsatzprognose. Das ursprüngliche Ziel hatte er wegen des Iran-Kriegs im April gestrichen und sein Gewinnziel gesenkt. Damals steckten zwei Schiffe der Kreuzfahrtlinie Tui Cruises wegen des Kriegsausbruchs im Persischen Golf fest, und viele Menschen verschoben ihre Urlaubsbuchungen auf später. Die Tui-Führung strich das Reiseangebot daher in der Folge um fünf Prozent zusammen.

Im August hatte der gebuchte Pauschalreise-Umsatz noch sechs Prozent niedriger gelegen als ein Jahr zuvor. In den vergangenen Wochen dämmte sich das Minus folglich noch um einen Prozentpunkt ein. Für den bevorstehenden Winter liegt das Minus derzeit bei sieben Prozent, wie der Konzern berichtete. Allerdings habe sich die Buchungsdynamik in den vergangenen vier Wochen verbessert.

Lichtblicke gab es trotz allem bei den konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtschiffen. Zwar ging die Auslastung der Häuser wie Riu und Tui Blue im Quartal von Juli bis September etwas zurück, doch Tui konnte höhere Preise durchsetzen. Und die Schiffe von Tui Cruises, Marella und Hapag-Lloyd waren bei höheren Preisen genauso stark ausgelastet wie ein Jahr zuvor.

Die endgültigen Geschäftszahlen will Tui wie geplant am 9. Dezember veröffentlichen./stw/zb/stk

(AWP)