Neu rechnen die Experten der Grossbank UBS für 2026 mit einem sportevent-bereinigten Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,8 Prozent, nach bislang vorhergesagten 0,7 Prozent. Auf unbereinigter Basis dürfte das Wachstum dank Sport-Grossanlässen gar 2,2 Prozent betragen, wie das Chief Investment Office der UBS am Donnerstag mitteilte.

Allerdings gehe man davon aus, dass ein Teil des überaus starken BIP-Wachstums im zweiten Quartal nicht nachhaltig ist. Denn das Trendwachstum in der wichtigen Chemie- und Pharmabranche sei nach den Zollmassnahmen der USA deutlich tiefer als früher. Für 2027 wurde die BIP-Prognose gleichwohl leicht auf 1,5 von 1,4 Prozent erhöht.

Gleichzeitig ist die hiesige Inflation im August mit 0,8 Prozent höher ausgefallen als von der UBS erwartet. Eine grundlegende Trendwende bei der Teuerung zeichne sich jedoch nicht ab, so der Kommentar.

Auch wenn die Inflationsrate vorübergehend über 1 Prozent steigen könnte, dürfte nach Einschätzung der UBS die zugrunde liegende Preisdynamik moderat bleiben. Entsprechend bleiben die Inflationsprognosen von durchschnittlich 0,6 Prozent für 2026 und 2027 unangetastet.

(AWP)