Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Noworossijsk mit Drohnen, Marschflugkörpern und Seedrohnen. «Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens», schrieb der Staatschef bei Telegram. Der Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte sei dabei mehr als 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Dem staatlichen Agrarexportunternehmen OZK zufolge wurde ein Getreideterminal beschädigt. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.

Schäden in mehreren Küstenorten

Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in 4 Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe ausserdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. In Gelendschik wurde nach Angaben des Zivilschutzstabs zudem ein regionaler Notstand ausgerufen. Drei Menschen seien verletzt worden.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden - eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet.

Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Grossbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen. Die Ukraine wehrt sich seit fast viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion./fko/ast/ksr/DP/mis

(AWP)