Fedorow selbst kritisierte immer wieder Korruption in dem Land und forderte, wieder als Verteidigungsminister eingesetzt zu werden. Er gilt als Konkurrent Selenskyjs bei einer künftig möglichen Präsidentenwahl in dem Land.
Gemäss Verfassung hat der Präsident das Vorschlagsrecht für den Posten des Verteidigungs- und des Aussenministers. Im Amt des Chefdiplomaten bestätigte die Oberste Rada in Kiew erwartungsgemäss Andrij Sybiha.
Minister Chmara leitete zuvor den Geheimdienst SBU geschäftsführend. Er gilt als Experte für Drohneneinsätze im russischen Hinterland und hat den Rang eines Generalmajors inne.
Vorgänger Fedorow hatte das Ministerium erst im Januar übernommen. Die Entlassung des als Reformers geltenden Fedorow wurde von Protesten in Kiew und anderen Städten begleitet. Seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 wird der Verteidigungsminister bereits zum vierten Mal ausgewechselt./mau/DP/jha
(AWP)
