Die Verdächtige sagte übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass sie nicht über diese Summe verfüge. «Ich wende mich an Bekannte, Freunde und versuche die Mittel aufzutreiben», zitierte das Internetportal «Ukrajinska Prawda» die Frau. Im Falle einer Kautionszahlung dürfe Mudra Kiew und das Kiewer Umland nicht verlassen, müsse zu den Gerichtsterminen erscheinen und dürfe nicht mit Zeugen oder Geschädigten sprechen, hiess es.
Selenskyj liess Mudra sofort fallen
Am Mittwoch vergangener Woche waren die Vorwürfe gegen Mudra und einen Ex-Parlamentsabgeordneten bekanntgeworden. Präsident Wolodymyr Selenskyj entliess die Vizechefin seines Büros umgehend. Mudra soll den Strafverfolgern zufolge bei der Legalisierung der Kautionssummen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro unter anderem für Ex-Energieminister Herman Haluschtschenko in einem früheren Korruptionsfall geholfen haben.
Die Ukraine wird in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion seit 2022 mit Milliardensummen aus dem Westen unterstützt. Regelmässig gibt es neue Vorwürfe zu Unterschlagungen und Schmiergeldern im Regierungsapparat. Vielfach verlaufen Verfahren jedoch im Sande und führen nicht zu realen Gefängnisstrafen./ast/DP/he
(AWP)
