Friedrich hatte erst vor einigen Monaten seine operativen Geschäftsführungsmandate in den Gesellschaften der Medienholding niedergelegt und war in den Aufsichtsrat gewechselt. Die Geschäftsführung der OMH bestand seitdem aus Christoph Stiller als Vorsitzendem sowie Jan Schmidt und Jehmlich. Jehmlich soll künftig in der übergeordneten Holdingstruktur neue Geschäftsfelder und Initiativen entwickeln.
Die OMH teilte mit, die operative Geschäftsführung werde verschlankt und zugleich die publizistische Verantwortung gestärkt.
Huschka wird Herausgeber der «OAZ»
Diese Aufgabe übernimmt bei der «OAZ» künftig Huschka. Der promovierte Sozialwissenschaftler und Publizist war den Angaben zufolge unter anderem am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), beim Bundesjustizministerium sowie als Geschäftsführer eines wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung tätig. Zu seinen ersten Aufgaben sollen die Berufung der Chefredaktion und die weitere Ausrichtung des publizistischen Profils gehören.
Die «OAZ» war vor rund sechs Monaten gestartet und versteht sich als überregionale Zeitung mit ostdeutschem Blickwinkel. Nach Angaben der Medienholding ist die Zahl der Abonnements seit dem Start gestiegen. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht.
Auch die regionale Präsenz baut die Zeitung aus. Nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern kam zum 1. September ein Redaktionsstandort in Magdeburg hinzu. Damit soll die Berichterstattung aus Sachsen-Anhalt verstärkt werden.
Zwei Herausgeber verlassen Berliner Zeitung
Auch bei der ebenfalls zur Medienholding gehörenden «Berliner Zeitung» verändert sich der Herausgeberkreis. Margit J. Mayer gab ihre Aufgabe als Herausgeberin der Wochenendausgabe bereits zum 1. Juli ab. Michael Maier beendet seine Herausgeberschaft Ende September und will sich ab Oktober einem neuen Medienprojekt widmen.
Zur OMH gehören der Berliner Verlag und der Ostdeutsche Verlag. Dort erscheinen neben der «OAZ» und der «Berliner Zeitung» auch der «Berliner Kurier» und «Die Weltbühne»./svv/DP/jha
(AWP)
