Händler verwiesen auf ein Interview von US-Präsident Donald Trump mit Fox News. Darin erklärte er auch, dass die USA ab dem kommenden Jahr keine Militärhilfe mehr an Israel leisten werde. Eine Entspannung signalisierte Trump auch bezüglich dem Handelskonflikt mit dem Nachbarn Kanada. Derweil bleibt der Fokus der Märkte auf den Zwischenwahlen in den USA: Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner stimmen derzeit über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Washington ab.

Am Vormittag hatten vor allem die Schwäche im Technologiesektor für Druck auch auf die Schweizer Indizes gesorgt. Der US-Technologiegigant Apple hatte bei den am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen vor allem mit einem verhaltenen Margenausblick für Enttäuschung gesorgt. «Selbst glänzende Geschäftszahlen reichen nicht mehr aus, wenn die Perspektiven nicht ebenso überzeugend ausfallen», kommentierte ein Marktteilnehmer.

SMI wieder leicht im Plus

Der Leitindex SMI steht um 15.05 Uhr 0,02 Prozent im Plus bei 14'805,37 Punkten. Der breite SPI gewinnt 0,11 Prozent auf 20'891,08 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM legt derweil 0,08 Prozent zu auf 3233,54 Punkte. Auch die Börsen in Deutschland und Frankreich haben leicht ins Plus gedreht.

Deutlichere Kursanstiege im SMI zeigen Zykliker wie Holcim (+1,2 Prozent) und ABB (+1,0 Prozent). Auch die Titel des Chipindustriezulieferers VAT (+0,3 Prozent) sind wieder ins Plus gedreht.

Weiterhin fester notieren allerdings auch die schwergewichtigen Novartis (+0,4 Prozent), während Nestlé (-0,02 Prozent) kaum verändert notieren. Dagegen sind die Titel des Novartis-Konkurrenten Roche (-0,5 Prozent) mittlerweile ins Minus gedreht.

Schwächer notieren weiterhin Galderma (-1,1 Prozent), die vom überraschenden Abgang des Finanzchefs belastet werden. Auf wenig Anklang finden die Quartalszahlen von Geberit (-1,9 Prozent). Der Markt habe sich auf stärkere Quartalsergebnis und eine mögliche Erhöhung der Jahresvorgaben eingestellt, hiess es. Weiterhin im Minus notieren auch die Titel des PC-Zubehörherstellers Logitech (-1,8 Prozent).

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise haben am Nachmittag deutlich nachgegeben und notieren auf dem tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen. Erdöl der Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag noch rund 101,75 US-Dollar (-9 Prozent) pro Fass, nachdem es vor dem Wochenende noch in den Bereich von 118 US-Dollar gestiegen war.

Dollar gibt jüngste Gewinne ab

An den Devisenmärkten hat der Euro zum Franken wieder etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am späten Nachmittag 0,9166 Franken, bleibt aber deutlich unter der Marke von 92 Rappen. Gegen Mittag wurde der Euro noch zu 0,9155 Franken gehandelt. Das Dollar/Franken-Paar blieb derweil in einer engen Spanne mit Kursen von zuletzt 0,8192. Die europäische Gemeinschaftswährung notiert zum US-Dollar wenig verändert bei 1,1189.

tp/uh

(AWP)