Weltweit haben die Anleihemärkte auf den Anstieg der Ölpreise mit mehr oder weniger starken Kursverlusten reagiert. Im Gegenzug ging es mit den Renditen nach oben, wobei in Grossbritannien in der 30-jährigen Laufzeit bei 6 Prozent der höchste Stand seit 1998 erreicht wurde.
Mit dem hohen Ölpreis steigen die Inflationserwartungen und damit verbunden die Spekulation auf steigende Zinsen. Im September hatten sowohl die US-Notenbank Fed als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen angehoben. Im weiteren Verlauf des Jahres wird am Markt mit weiter steigenden Zinsen gerechnet, was die Renditen für Staatsanleihen in die Höhe treibt.
Laut Daten der Finanzagentur Bloomberg verzeichneten globale Staatsanleihen ihr schlechtestes Quartal seit 2024. Anleiheexperte Steven Barrow von der südafrikanischen Standard Bank sieht in dem aktuellen Anstieg der Renditen «eine strukturelle, langfristige Entwicklung». Derzeit sei ein Prozess zu beobachten, in dem die Finanzmärkte ihren Weg in eine «neue Normalität» finden./jkr/jha/
(AWP)
