Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,29 Prozent auf 108,47 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,65 Prozent. Am Mittwoch hatte der US-Anleihemarkt mit sinkenden Renditen auf die unerwartete Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen, reagiert. Die Wirkung verpuffte am Donnerstag wieder. Die Aussage von US-Finanzminister Scott Bessent, dass das bisher angekündigte Volumen auch höher ausfallen könnte, bewegte den Anleihemarkt nicht.
Der Schritt des Finanzministeriums vom Mittwoch signalisiert Besorgnis über den anhaltenden Ausverkauf am Anleihemarkt, der die Renditen für 30-jährige Titel zuletzt auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben hatte. Hintergrund ist die extreme Schuldenentwicklung in den USA. Die Staatsverschuldung ist zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen Dollar gestiegen. Dass die USA wie andere Staaten einen hohen Schuldenstand aufweisen, ist nichts Neues. Mehrere Entwicklungen haben den Trend jedoch verschärft, darunter die besagte steigende Zinslast sowie wachsende Sozial- und Gesundheitskosten, die mit der alternden Bevölkerung zusammenhängen. Hinzu kommen zuletzt die enormen Kosten des Iran-Kriegs und die Auswirkungen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.
Besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten bewegten den Anleihemarkt kaum. So sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gefallen. Die Zahl fiel zudem niedriger aus als erwartet. Zudem hat sich die Stimmung in der Region Philadelphia im August stärker als erwartet verbessert.
(AWP)

