Am Mittwoch hatte noch die Leitzinsanhebung der US-Notenbank die Anleihekurse belastet. Die Fed hatte wie erwartet die Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Obwohl US-Präsident Donald Trump vehement eine Zinssenkung gefordert hatte, stimmten die Fed-Mitglieder einstimmig für die Zinsanhebung. «Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration», kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen.
Gestützt wurden die Anleihen am Donnerstag durch die den zweiten Tag in Folge gesunkenen Ölpreise. Marktbeobachter verwiesen auf einen Medienbericht, der die Ölpreise unter Druck setze. Demnach soll China den Iran aufgefordert haben, auf eine Eindämmung der Huthi-Rebellen hinzuwirken. Die Huthi-Rebellen im Jemen waren zuletzt für eine Reihe von Angriffen auf Öltanker in der Region verantwortlich, die zur Verknappung des Rohölangebots beitrugen. Inflations- und Zinserwartungen wurden so etwas gedämpft. Eine Trendwende am Ölmarkt sehen Experten allerdings bisher nicht. Die hohen Ölpreise hatten zuletzt immer wieder Inflationserwartungen geschürt. Der Rückgang könnte etwas die Erwartungen dämpfen, dass die Fed die Leitzinsen weiter anhebt. Für dieses Jahr signalisieren die Finanzmärkte eine weitere Leitzinserhöhung./jsl/nas
(AWP)
