Robuste US-Konjunkturdaten belasteten die Kurse. In den Vereinigten Staaten sind die Auftragseingänge für langlebige Güter im Juli stärker gestiegen als erwartet. Ohne den schwankungsanfälligen Transportsektor ergab sich ebenfalls ein Zuwachs. «In dieser Abgrenzung ist es seit dem Frühjahr 2025 zu einer Serie von Anstiegen gekommen, die darauf hinweisen, dass das Verarbeitende Gewerbe auf einem Wachstumspfad eingeschwenkt ist», kommentierte Analyst Ralf Umlauf von Helaba. «Die Zinserhöhungserwartungen könnten tendenziell wieder unterstützt werden.»
Angesichts der immer noch hohen Inflation erwartet Experten überwiegend, dass die US-Notenbank bis Jahresende ihre Leitzinsen anheben wird. Fed-Chef Kevin Warsh hat bisher allerdings klare Signale vermieden. Die Märkte warten daher auf seine Rede am Freitag auf dem Notenbanksymposium in Jackson Hole. Der von der Fed bevorzugter Preisindikator PCE stieg im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Damit verharrte die Rate auf dem Niveau des Vormonats. Volkswirte hatten einen leichten Rückgang auf 3,6 Prozent erwartet. Die US-Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent an./jsl/he
(AWP)
