Dem Handel fehlte es an klaren Impulsen. Die gesunkenen Rohölpreise gaben den Anleihen keinen merklichen Auftrieb. Schliesslich sorgt die jüngste Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe nach Russland für Verunsicherung. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte Moskau besucht und dabei Russland laut Medienberichten vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt. Berichte über mögliche russische Vorbereitungen für einen Angriff auf Nato-Verbündete sind im Kreml als «Schauergeschichten» zurückgewiesen worden.

Besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA belasteten die Anleihen nicht. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind erneut gefallen. Ökonomen hatten hingegen einen leichten Anstieg erwartet.

An den Finanzmärkten richtet sich das Interesse der Anleger zunehmend auf das Notenbanksymposium in Jackson Hole, das im Tagesverlauf beginnt. Die Rede des US-Notenbankvorsitzenden Kevin Warsh wird allerdings erst am Freitag erwartet. In den ersten Monaten als Notenbankchef hat dieser die Kommunikation der Notenbank Fed deutlich gestrafft. «Sollte Warsh seiner bisherigen Kommunikationsstrategie treu bleiben, sind keine Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen zu erwarten», heisst es in einer Analyse der DZ Bank./jsl/he

(AWP)