Die Kurse profitierten etwas von Aussagen aus der US-Notenbank Fed. Nach Ansicht des Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, gibt es in den USA Anzeichen für eine geringere Inflation. Die Auswirkungen der Zölle liessen nach und die höheren Energiepreise wirkten sich nicht auf andere Dienstleistungen aus, sagte Williams am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC. «Die jüngsten Daten sind ermutigend».

Er dämpfte so die Zinserhöhungserwartungen. Nach Einschätzung von Ökonomen ist eine Leitzinserhöhung im September denkbar. So hatte Notenbankchef Kevin Warsh zuletzt seine Entschlossenheit zur Inflationsbekämpfung erklärt. Dies hatte zuletzt den Dollar gestützt. Williams gilt hingegen als geldpolitische Taube. Er spricht sich also im Zweifel gegen Zinserhöhungen aus

Tendenziell dürften die Anleihen jedoch unter Druck. Analysten der Dekabank sehen in den höheren Ölpreisen einen wichtigen Treiber für die Renditen. Zur Wochenmitte sind die Ölpreise gestiegen, was die Inflationserwartungen erhöht. Eine nachhaltige Öffnung der Strasse von Hormus ist nicht in Sicht.

Die USA flogen den zweiten Tag in Folge Angriffe auf den Iran. Durch den Krieg und die Blockade der Strasse von Hormus ist ein grosser Teil der weltweiten Lieferungen an Erdgas ausgefallen. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Präsident Donald Trump spielte die Chancen auf eine Einigung zur Beendigung des seit mehr als sechs Monaten andauernden Krieges herunter./jsl/he

(AWP)