Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Moskau und Kiew lagen zunächst keine Bestätigungen vor. Die Ölpreise fielen daraufhin unter ihre Tageshöchststände.

Die Renditen hatten zuletzt einen Höhenflug hingelegt. Die Verschärfung der Lage im Nahen Osten und die stark gestiegenen Rohölpreise treiben die Inflationserwartungen an. Am Freitag hatte sich die Lage bei den Ölpreisen vorübergehend beruhigt. Zum Wochenstart legten die Ölpreise wieder merklich zu und auch die Anleihekurse gerieten zunächst unter Druck. Für Entspannung sorgten zuletzt die Aussagen von US-Präsident Donald Trump.

Die Lage im Nahen Osten bleibt hingegen weiter durch grosse Unsicherheiten geprägt. Das für diesen Montag geplante Aussenministertreffen der Golfstaaten zur Strasse von Hormus ist nach Angaben aus Teheran wegen der Eskalation im Jemen verschoben worden. «Saudi-Arabien hat darum gebeten, dass diese Sitzung nicht stattfindet», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai in Teheran. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die jüngsten Entwicklungen im Jemen dabei eine Rolle gespielt hätten. Einen Alternativtermin gibt es nicht. Die Verschiebung trieb die Ölpreise wieder nach oben. Zudem hat die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen erneut Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien für sich beansprucht.

Die immer weiter steigenden Energiepreise erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Die Notenbank gibt an diesem Mittwoch ihre Zinsentscheidung bekannt.

An den Finanzmärkten wird mittlerweile eine Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte zu knapp 90 Prozent eingepreist. Zuletzt hatten die am Freitag veröffentlichten Inflationsdaten für August die Zinserhöhungserwartungen angeheizt. Die Inflationsrate lag weiterhin deutlich über dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Die Aussichten für die künftige Inflationsentwicklung sind zudem düster, da die Energiepreise seit September deutlich gestiegen sind./jsl/stw

(AWP)