Zu den Zugeständnissen gehöre auch, keines der beiden Studiogelände zu verkaufen und im Bundesstaat Kalifornien zu bleiben. Das Unternehmen hatte früheren Medienberichten zufolge einen Umzug aus dem Bundesstaat in Erwägung gezogen, als die geplante Übernahme auf Widerstand stiess.

Zudem sollen die Vergleichsverhandlungen eine finanzielle Strafe vorsehen, falls Paramount seine frühere Zusage, nach der Fusion jährlich 30 Filme zu produzieren, nicht einhält, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Paramount müsste für jeden Film, der dieses Ziel verfehle, 30 Millionen Dollar zahlen. Zudem könne Paramount gezwungen sein, seine Beteiligung an Miramax - das für Filmklassiker wie «No Country for Old Men» und «Pulp Fiction» bekannt ist - zu verkaufen.

Generalstaatsanwälte aus 12 Bundesstaaten, allesamt Demokraten, sowie die Gewerkschaft Writers Guild haben Klage eingereicht, um die 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Brothers durch Paramount zu verhindern. Sie argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen.

Paramount wollte sich gegenüber Bloomberg zu den Verhandlungen nicht äussern. Sprecher der kalifornischen Generalstaatsanwaltschaft und von Writers Guild reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur./mne/men/stk

(AWP)