Tech-Unternehmen spielen bereits eine zentrale Rolle beim Vorgehen gegen Online-Kriminalität - dabei geht es bisher aber vor allem um defensive Massnahmen. Im neuen Programm sollen die ausgewählten Firmen dem Trump-Erlass zufolge unter Aufsicht der Regierung agieren. Für die Teilnahme müssen sie eine Freigabe vom Justiz- sowie vom Heimatschutzministerium bekommen - und mindestens eine Million Dollar als Sicherheit für den Fall möglicher Verstösse hinterlegen. Dabei sollen keine Attacken genehmigt werden, die zum Verlust von Menschenleben führen oder als Gewaltanwendung gemäss internationalem Recht gelten könnten.
Weiter sollen nur Gruppen angegriffen werden, die keine Verbindung zu Regierungen anderer Länder haben, hiess es in dem Erlass. Unter anderem China, Russland oder Nordkorea verlassen sich oft auf externe Hackergruppen, die in ihrem Auftrag agieren. Cybersicherheits-Experten warnten in der «New York Times», dass diese Unterscheidung in der Praxis schwierig werden könne, da die Herkunft von Attacken oft erfolgreich verschleiert werde./so/DP/jha
(AWP)
