Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigte eine Durchsage im betroffenen Flug. «Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen», sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, blieb zunächst unklar.
USA drohen Drittstatten mit Konsequenzen
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.
Die Aussagen folgten auf neue weitreichende US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor vor zwei Wochen. Unter anderem sind keine Flüge mehr aus Teheran in die Vereinigten Arabischen Emirate, die irakische Hauptstadt Bagdad und den Oman mehr möglich. Istanbul als eins der wichtigsten Drehkreuze für Reisen in den Iran bietet noch Verbindungen nach Teheran an. Reisende berichten jedoch von Unsicherheit und Chaos an den Schaltern.
Auch nach China, dem wichtigsten Handelspartner Irans, sind noch einige Verbindungen möglich. Die Volksrepublik kritisierte die US-Sanktionen. «Wir lehnen unrechtmässige einseitige Sanktionen, die keine Grundlage im Völkerrecht haben und für die kein Mandat des UN-Sicherheitsrats vorliegt, entschieden ab», sagte Aussenamtssprecher Guo Jiakun in Peking./arb/DP/jha
(AWP)
