Der 39-jährige Andrés Manuel López Beltrán ist einer der vier Söhne des Ex-Präsidenten, der als politischer Ziehvater der derzeitigen Staatschefin gilt. Nach dem Entzug seines Visums erhob er in einem offenen Brief an US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe.
López Beltrán: US-Beamte handeln wie «Bandenchefs»
«Es gibt keinen Grund, der ein solch arrogantes Verhalten rechtfertigen würde», schrieb er. Die Entscheidung sei aus politischen und propagandistischen Gründen von US-Beamten wie US-Aussenminister Marco Rubio getroffen worden. Diese verhielten sich wie «Bandenchefs» gegenüber denjenigen, die sich ihren Interessen nicht unterwürfen.
Mehrere Mitglieder der linken mexikanischen Regierungspartei Morena haben in den vergangenen Monaten ihre US-Visa verloren. Gegen einige von ihnen soll es Medienberichten zufolge Ermittlungen in den USA geben - unter anderem wegen der mutmasslichen Verwicklung in Drogengeschäfte oder illegalen Handel mit Benzin. López Beltrán ist ebenfalls politisch aktiv.
Laut Staatschefin Sheinbaum ist das Entziehen der Visa ein Versuch der US-Regierung, sich in die mexikanische Politik einzumischen. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind wegen Drogen- und Handelsfragen angespannt./aso/DP/mis
(AWP)
