Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 3,9 Punkte auf 47,8 Punkte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 51,0 Punkte gerechnet. Besonders deutlich verschlechterten sich die Erwartungen der Konsumenten. Aber auch die Bewertung der aktuellen Lage fiel schwächer als im Vormonat aus.

«Angesichts steigender Kraftstoffpreise und Handelsspannungen rechnen die Verbraucher damit, dass ihr Geldbeutel künftig stärker belastet wird», schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage.

Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Konsumenten legten daher auf hohem Niveau noch einmal merklich zu. Auf Sicht von einem Jahr stieg sie von 4,0 auf 4,6 Prozent.

Vor dem Iran-Krieg im Februar lag der Wert noch bei 3,4 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) stieg von 3,3 Prozent auf 3,4 Prozent. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im August lag sie bei 3,4 Prozent.

Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Konsumenten in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

(AWP)