In ihrem «Wirtschaftskrieg» gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation «Wirtschaftlicher Verstossener» (Economic Outcast) zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Medienkonferenz.
Die Massnahmen richten sich gegen Netzwerke aus den Bereichen Atomtechnik, Raketen, Cybertechnologie und Öl, wie Bessent erklärte. Unter anderem nehmen die USA Vermittlerfirmen und Schiffe der sogenannten Schattenflotte ins Visier. Das Netzwerk erstreckt sich laut Angaben der US-Sanktionsbehörde OFAC auf ihrer Internetseite über die Vereinigten Arabischen Emirate, Hongkong, China, Singapur, die Schweiz und weitere Teile Europas.
Die Wellbred Trading SA gehört zur international tätigen Wellbred-Gruppe. Im Frühjahr hatten US-Behörden Verbindungen von Gesellschaften der Gruppe zum Netzwerk des iranischen Ölhändlers Hossein Shamkhani untersucht. Laut damals veröffentlichten US-Gerichtsunterlagen sollen im Januar 7,6 Millionen US-Dollar von einem Schweizer Wellbred-Konto über die USA nach Singapur geflossen sein.
Mit den neuen Massnahmen wollen die USA die Grundlage für weitere Sekundärsanktionen schaffen. Damit können künftig auch ausländische Unternehmen und Finanzinstitute ins Visier geraten, die bestimmte Geschäfte mit dem Iran fortsetzen, wie es hiess.
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(AWP)
