Eine günstigere Entwicklung im Bereich von 3,5 bis 4 Prozent würde eine stärkere Verlangsamung des Kostenanstiegs erfordern, als derzeit erwartet werde, schreibt das Vergleichsportal in einer Mitteilung vom Dienstag. Sollten hingegen die Ausgaben im laufenden Jahr die Prognosen übersteigen oder sollte die Umstellung auf die neuen ambulanten Tarife zusätzliche Kosten verursachen, könnte die Erhöhung die Marke von fünf Prozent überschreiten.

Der nationale Durchschnitt werde jedoch nicht die tatsächliche Situation jedes einzelnen Versicherten widerspiegeln, teilte Bonus.ch weiter mit. Die Prämienunterschiede hängen demnach von der Krankenkasse, dem Kanton, der Prämienregion, dem Alter, der Franchise und dem gewählten Versicherungsmodell ab.

Bei bestimmten Krankenkassen oder Tarifkategorien könnten die Erhöhungen im kommenden Jahr deshalb über zehn Prozent liegen. Im ungünstigsten Fall könnten einzelne Prämien gar um zwanzig Prozent steigen.

Der wichtigste Faktor für die Teuerung ist laut dem Vergleichsportal nach wie vor die Entwicklung der von der obligatorischen Krankenversicherung übernommenen Kosten. Den höchsten Preisanstieg sieht Bonus.ch in der Physiotherapie mit sieben Prozent und bei ambulanten Ärzten mit sechs Prozent.

Auch von Kanton zu Kanton seien die Unterschiede sehr gross. Während der nationale Durchschnitt im zweiten Quartal 2026 bei lediglich plus 0,4 Prozent liege, reichten die Schwankungen von plus 9,6 Prozent in Schaffhausen bis zu minus 8,7 Prozent in Zug.

(AWP)