«Sie verlangten alles im Voraus», fasste der US-Botschafter zusammen und bemängelte, dass die Iraner sich erst danach zu Verhandlungen bereiterklärt hätten. US-Präsident Donald Trump sei nicht überzeugt, dass die Iraner tatsächlich über die Beendigung ihres umstrittenen Atomprogramms verhandeln würden.
Trump: Angebot war nicht annehmbar
Trump hatte jüngst mitgeteilt, dass er einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Meerenge abgelehnt habe, weil das Angebot nicht annehmbar gewesen sei. Er verwies darauf, dass die US-Seeblockade den Iran unter wirtschaftlichen Druck setze, weil kein Geld aus Energieexporten mehr reinkomme.
Zuvor hatte Irans Aussenminister Abbas Araghtschi gesagt, Teheran habe Washington über Katar einen «Sieben-Tage-Plan» übermittelt. «Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Strasse von Hormus geöffnet sein», sagte Araghtschi. Laut ihm war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Dem «Wall Street Journal» zufolge gehörte dazu, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.
Freie Schifffahrt durch Strasse von Hormus vor dem Krieg
Vor dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begonnen hatten, verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Strasse von Hormus transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger wichtig ist. Bereits kurz nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an.
Die USA reagierten auf die Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen.
(AWP)
