Verwirrter Mann drohte in Zürich mit Tod seines Kindes

Ein verwirrter Mann hat am Donnerstagmittag in Zürich-Affoltern einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst: Der 45-Jährige drohte, sein Kind aus dem Fenster zu werfen. Später verschanzte er sich in seiner Wohnung. Erst nach längeren Verhandlungen gab er auf.
10.10.2019 16:33

Die Stadtpolizei erhielt kurz nach 11 Uhr die Meldung, dass in einer Liegenschaft am Bergacker ein Mann herumschreien würde, wie sie mitteilte.

Beim Eintreffen der Polizisten befand sich der "offensichtlich verwirrte Mann" auf dem Fenstersims im 2. Stock. Er streckte sein weinendes und schreiendes Kind aus dem Fenster und drohte, es fallen zu lassen, wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden.

Die Polizisten boten die Spezialisten der Verhandlungsgruppe der Stadtpolizei Zürich auf. Nach ersten erfolglosen Gesprächen boten sich Personen aus dem privaten Umfeld des Mannes und dessen Ehefrau an zu vermitteln.

Der Muslim lehnte diese Personen jedoch ab und verlangte ein Gespräch mit einem Imam. Dieser Forderung wurde stattgegeben.

Kurz nach 16 Uhr führten diese Verhandlungen dazu, dass der verwirrte Vater bereit war, die Wohnung mit seiner Frau und seinem Kind zu verlassen. Das Ehepaar wurde verhaftet und medizinischem Fachpersonal übergeben. Das Kind wurde in die Obhut einer befreundeten Familie übergeben.

(SDA)