Mit dem Zusammenzug wolle Vontobel alle Mitarbeitenden unter einem Dach vereinen, sagte ein Vontobel-Sprecher am Montag zur Nachrichtenagentur AWP. Der neue Campus in Baar werde nicht zuletzt darauf ausgerichtet, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.

Ohne Stellenabbau

Umziehen sollen hauptsächlich Mitarbeitende aus Stabs- und Backoffice-Funktionen. «Wir verlagern diese Positionen also nicht nach Indien und Polen», betonte er. Ein Stellenabbau sei im Rahmen des Umzugs in die Innerschweiz nicht geplant.

«Nein, wir stellen uns vielmehr für die Zukunft auf», so der Sprecher. In Baar bestehe zudem die Möglichkeit, weiter zu wachsen. So wird der neue Campus über eine Bürofläche von rund 15'000 Quadratmetern verfügen. Vontobel hat dafür einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen.

Der Zusammenzug sei auch deshalb sinnvoll, weil laut dem Sprecher bei mehreren der bisherigen Zürcher Standorte in den kommenden Jahren die Mietverträge ausliefen. In Zürich und Umgebung habe Vontobel keine vergleichbare Lösung gefunden.

Bleicherweg bleibt

Ganz aus Zürich verschwinden wird Vontobel allerdings nicht. Der Standort am Bleicherweg bleibt bestehen, der entsprechende Mietvertrag läuft weiter. Das Gebäude soll künftig als Kundenstandort für mehr als 300 Mitarbeitende dienen.

Geplant sind unter anderem neue Empfangs- und Besprechungsbereiche sowie ein Private-Dining-Restaurant. Auch die Vontobel-Kunstsammlung soll dort künftig Platz finden. Zu den Investitionskosten für den neuen Campus in Baar und den Umbau am Bleicherweg macht Vontobel keine Angaben.

Unverändert bleiben die Kundenbetreuung und die Büros von Vontobel in Basel, Bern, Chur, Genf, Lausanne, Locarno, Luzern, Lugano, St. Gallen und Winterthur sowie die Standorte im Ausland.

ra/to

(AWP)