Insgesamt flossen der Bank seit Jahresbeginn unter dem Strich Nettoneugelder von 1,9 Milliarden Franken zu, wie Vontobel am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Zürcher Bankhaus noch einen Zufluss von 3,2 Milliarden Franken verzeichnet.

Positive Währungseffekte

Die von der Bank Vontobel verwalteten Vermögen lagen per Ende September 2026 mit 255,1 Milliarden Franken auf einem neuen Höchstwert, allerdings nur leicht über dem Wert von 252,2 Milliarden per Mitte Jahr. Neben den Neugeldzuflüssen profitierte die Bank auch von positiven Währungseffekten sowie von einer guten Marktperformance.

Mit den Zahlen hat Vontobel die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) bei den Neugeldern deutlich verfehlt, diese hatten Zuflüsse von 3,5 Milliarden erwartet. Die verwalteten Vermögen hatten die Experten mit rund 257 Milliarden Franken ebenfalls höher prognostiziert.

Anhaltende Abflüsse

Zu verdanken war der Neugeldzufluss erneut dem Geschäft mit den Privatkunden (Private Clients PC). Dieses verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf unter dem Strich Zuflüsse von 3,8 Milliarden Franken (Vorjahreszeitraum +4,7 Milliarden). Alle Regionen hätten in der Sparte ein positives Wachstum gezeigt, heisst es.

Im Geschäft mit den institutionellen Kunden (Institutional Clients IC) musste Vontobel einen Nettoabfluss von 2,0 Milliarden vermelden. Besonders stark lasteten auf der Sparte Abflüsse in den defensiven «Quality Growth»-Strategien (-5,1 Milliarden). Dazu kam der anhaltende Abfluss bei den Futura-Fonds von Raiffeisen (-1,6 Milliarden). Wie bekannt will Raiffeisen die Verwaltung der Fonds bis im Sommer 2027 selbst übernehmen.

Unter Ausklammerung dieser Faktoren hätte die IC-Sparte dagegen Zuflüsse über 4,6 Milliarden Franken verzeichnen können, betont Vontobel in der Medienmitteilung. Eine starke Nachfrage habe es in der Sparte dagegen etwa bei den «Fixed Income»-Produkten gegeben. Einschliesslich der Zuflüsse aus dem Privatkundengeschäft kommt die Bank so auf einen «bereinigten» Neugeldzufluss von 8,4 Milliarden Franken.

tp/to

(AWP)