Er habe mehr Stimmen erhalten als bei der letzten Wahl in dem Bezirk bei den Parlamentswahlen im Jahr 2024, sagte der Chef der Partei Reform UK und sprach von einem «überzeugenden, überwältigenden Sieg». Im Jahr 2024 erhielt Farage 46,2 Prozent der Stimmen und zog damit als Abgeordneter ins britische Unterhaus ein.
An der offiziellen Veranstaltung zur Bekanntgabe der Ergebnisse will Farage jedoch nicht teilnehmen. Demnach habe er durch die örtliche Polizei von einer geplanten «organisierten Kampagne» gegen ihn erfahren, die darauf abziele «das Ergebnis zu stören und zu untergraben», sagte er.
«Glaubwürdige Drohung»
Ein Sprecher der Reform-Partei fand wenig später deutlichere Worte und teilte der BBC zufolge mit, die Polizei der Grafschaft Essex habe Farage wegen einer «glaubwürdigen Drohung gegen ihn» geraten, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Polizei von Essex teilte der Nachrichtenagentur PA zufolge mit, in Clacton einen Polizeieinsatz «zur Gewährleistung der Sicherheit aller Teilnehmer» durchzuführen. Nach Informationen von PA habe die Polizei allerdings keinem Kandidaten von der Teilnahme an der Auszählung abgeraten.
Erst vor wenigen Wochen hatte Farage seinen Parlamentssitz abgegeben. Zuvor war er wegen umstrittener Spenden und Zuwendungen in die Schlagzeilen geraten. Die anderen grossen Parteien warfen Farage ein Ablenkungsmanöver vor und weigerten sich, Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen. Als Hauptkonkurrent gilt deshalb ausgerechnet Spasskandidat Count Binface («Graf Mülltonnengesicht»)./pba/DP/zb
(AWP)
