Afrikas zweitgrösster Kupferproduzent hatte am Donnerstag einen Präsidenten und ein Parlament gewählt. Vierzehn Kandidaten bewarben sich für das höchste Amt, doch Beobachter rechnen mit einem engen Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Hakainde Hichilema und dem Führer des Oppositionsbündnisses Tonse Alliance (TA), Brian Mundubile.
Wirtschaftskrise dominiert Wahlkampf
Sambias strauchelnde Wirtschaft war das vorherrschende Wahlkampfthema in dem 22-Millionen-Einwohner-Land im südlichen Afrika, das neben Kupfer auch bedeutende Vorkommen an Kobalt, Silber, Uran, Zink und Gold hat. Das Land ist trotz seines Rohstoffreichtums hoch verschuldet. Viele Sambier fordern von der Regierung Massnahmen zur Senkung der hohen Lebenshaltungskosten, der Arbeitslosigkeit und der Inflation. Zudem verlangen sie eine bessere Stromversorgung sowie Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sozialwesen.
Um die Wahl im ersten Durchgang zu gewinnen, muss ein Präsidentschaftskandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen gewinnen. Sonst kommt es zur Stichwahl. Die knapp 8,8 Millionen registrierten Wähler stimmten zudem über die 226 Sitze der Nationalversammlung ab, deren Mehrheit aktuell von der regierenden UPND gehalten wird./fm/DP/jha
(AWP)
