Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen, wie Augenzeugen aus der Küstenmetropole Tel Aviv oder der arabisch geprägten Stadt Taibe berichteten.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara Netanjahu gaben ihre Stimme in einem Wahllokal in Jerusalem ab. Sie appellierten: «Geht wählen!» Auch sein wichtigster Herausforderer, der frühere Militärchef Gadi Eisenkot, rief zur Wahl auf. Er sagte: «In Israel weht ein Wind der Veränderung.»
Laut Medienberichten reisten zudem 70'000 Israelis aus dem Ausland an, um vor Ort ihre Stimme abzugeben.
Die Parlamentswahl wird als Schicksalswahl für die innenpolitische und gesellschaftspolitische Ausrichtung des Landes bezeichnet. Eine Neuausrichtung der Palästinenserpolitik erwarten Experten nicht.
Letzten Umfragen vom Freitag zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dessen politischen Gegnern ab. Wichtigster Herausforderer ist der frühere Militärchef Gadi Eisenkot an der Spitze der Mitte-Partei Jaschar.
In Ramat Gan meldete das Nachrichtenportal ynet.com den Tod eines 94 Jahre alten Wählers. Wie seine Tochter berichtete, brach der Mann nach der Rückkehr vom Wahllokal am Eingang seines Hauses zusammen./le/DP/jha
(AWP)
