«Ob Daten von Versicherten der Pensionskasse Post betroffen sind, bleibt weiterhin unklar. Es besteht aber die Möglichkeit, dass dies zutrifft», schrieb die PK Post in einem Communiqué.

«In jedem Fall gilt: Die Vorsorgeguthaben und Rentenleistungen sind nicht gefährdet. Betroffen sein könnten aber Personendaten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, AHV-Nummer, Kontaktangaben, E-Mail-Adresse sowie Vorsorgedaten», hiess es bei der Pensionskasse der Post.

Es bestehe nach wie vor die Möglichkeit, dass Personendaten in betrügerischer Absicht missbraucht würden. Die Betroffenen sollten deshalb aufmerksam sein bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Telefonanrufen. Die Pensionskasse Post setze alles daran, schnellstmöglich Klarheit herzustellen. Sollten neue, für die Versicherten relevante Erkenntnisse vorliegen, würden die Betroffenen umgehend informiert.

Daten geklaut

Bei der Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH) steht derweil fest, dass Daten von Versicherten entwendet wurden. Wie die PKZH mitteilte, sind Vorsorgegelder und Rentenzahlungen jedoch nicht betroffen.

Bei dem angegriffenen Unternehmen handelt es sich um die PK Softech AG. Zur Vorbereitung auf einen Wechsel des Verwaltungssystems seien zuvor Daten der Pensionskasse der Stadt Zürich an das Unternehmen übermittelt worden. Die PKZH hat gemäss Mitteilung eine Strafanzeige eingereicht.

Welche Daten genau entwendet wurden und wie viele Personen betroffen sind, werde derzeit ermittelt. Im schlechtesten Fall umfasst das Datenleck persönliche Kontaktdaten (Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer), die AHV-Nummer, den Zivilstand, Angaben zu Partnern, die IBAN sowie Vorsorgedaten wie den versicherten Verdienst und das Guthaben. Das Verwaltungssystem, mit dem die PKZH die Guthaben verwaltet und Renten auszahlt, sei vom Angriff nicht betroffen.

Vom Cyberangriff sind weitere Pensionskassen betroffen. Zuerst wurde die Attacke auf die Pensionskasse des Bundes Publica am vergangenen Donnerstag bekannt. Dann kam einen Tag später ans Licht, dass auch Daten der Bernischen Pensionskasse (BPK) und der Bernischen Lehrerversicherungskasse entwendet worden sein könnten. In dem Fall ermittelt die Bundesanwaltschaft.

(AWP)