«Jetzt ist der Moment, aus Annäherung Wachstum zu erzielen. Unternehmen brauchen belastbare Zusagen: einfachere Grenzen, berechenbare Visa und Regeln, die im Alltag funktionieren», sagte BCCG-Präsident Michael Schmidt.
Das für den Brexit verhandelte und seit 2021 gültige Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Grossbritannien (TCA) wird alle fünf Jahre einer gemeinsamen Überprüfung unterzogen.
Warenhandel deutlich unter Vor-Brexit-Niveau
53 Prozent der Firmen wünschen sich vor allem mehr Mobilität für Geschäftsreisende und Beschäftigte, 49 Prozent effizientere Zoll- und Grenzverfahren. Weitere Schwerpunkte sind der Umfrage zufolge die gegenseitige Anerkennung von Produktstandards (32 Prozent) und ein besserer Marktzugang für Dienstleistungen (31 Prozent).
Der Warenhandel liegt trotz guter Geschäfte deutlich unter dem Niveau vor dem Brexit. Zwischen 2015 und 2025 sank das Handelsvolumen trotz zum Teil kräftig gestiegener Preise um sieben Prozent auf 118,4 Milliarden Euro im Jahr. Gleichzeitig planen 61 Prozent der befragten Unternehmen im laufenden Jahr keine Investitionen im Vereinigten Königreich. Als grosses Investitionshemmnis wird die politische Unsicherheit dort genannt (35 Prozent).
Der britische Premierminister Andy Burnham hatte zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass es dem Vereinigten Königreich durch den Brexit schlechter gehe als vor dem EU-Austritt. Am 20. November ist in Brüssel das nächste Gipfeltreffen der britischen Regierung mit der EU geplant. Erwartet werden weitere Schritte zur Annäherung./mj/DP/mis
(AWP)
