Morning Briefing International

14.08.2017 07:57

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ERHOLUNG - Angesichts einer leichten Entspannung des Nordkorea-Konflikts dürfte der deutsche Aktienmarkt zum Wochenstart an seinen vor dem Wochenende begonnenen Erholungsversuch anknüpfen. Der Broker IG taxierte den Dax am Montagmorgen rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,30 Prozent höher auf 12 050 Punkte. Vor dem Wochenende war der Index noch Richtung der Unterstützung um die viel beachtete 200-Tage-Linie knapp über 11 900 Punkten gefallen, bevor er sich fing und seine Verluste fast komplett wettmachte.

USA: - ABWÄRTS - Die weiter schwelende Nordkorea-Krise hat dem Dow Jones Industrial den grössten Wochenverlust seit März eingebrockt. Der US-Leitindex fiel im Wochenvergleich um 1,06 Prozent. Allerdings hatte das Börsenbarometer erst am Dienstag noch zum zehnten Mal in Folge ein Allzeithoch erklommen. Am Freitag erholte sich der Dow nur minimal von seinen jüngsten Verlusten und legte um 0,07 Prozent auf 21 858,32 Punkte zu.

ASIEN: - ERHOLUNG - Die Krise zwischen Nordkorea und den USA bleibt auch in der neuen Woche im Blick der Anleger. Nachdem zuletzt von beiden Ländern aber kein weiteres Öl ins Feuer gegossen wurde, fassen die ersten Investoren in Asien etwas Mut und kauften wieder zu. Im Gegenzug gaben die sicheren Häfen wie etwa der japanische Yen etwas nach. Mehrere Aktienmärkte setzten zu leichten Erholungen an. In China legte der CSI 300, in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, trotz nicht so gut wie erhofft ausgefallenen Konjunkturnachrichten aus der Volksrepublik zu. Der japanische Leitindex Nikkei hingegen konnte vom kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts Japans nicht profitieren und notierte im Minus.

DAX              		12.014,06	0,00%
XDAX            		12.009,42	0,45%
EuroSTOXX 50		     3.406,34  -0,79%
Stoxx50        		     3.030,83  -1,09%

DJIA             		21.858,32	0,07%
S&P 500        		     2.441,32	0,13%
NASDAQ 100  		     5.831,53   0,75%

Nikkei 225              19.569,42  -0,81% (7:15 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - ABWÄRTS - Die gesunkenen Sorgen der Anleger bezüglich der Nordkorea-Krise macht sich auch am Anleihenmarkt bemerkbar. Der Bund-Future dürfte nach Einschätzung von Dirk Gojny, Experte der National-Bank mit leichten Verlusten in den Tag starten, die sich im Tagesverlauf auch noch ausweiten könnten. Die Handelsspanne dürfte zwischen 163,75 und 165,25 liegen.

Bund-Future Schlusskurs		164,55		0,19%
Bund-Future Settlement		164,54		0,01%

DEVISEN: - ABWÄRTS - Für den Euro hing es zu Wochenbeginn leicht nach unten. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,1817 US-Dollar. Die Nordkorea-Krise spielte am Freitag am Devisenmarkt nicht mehr die dominierende Rolle wie noch im Laufe der Woche. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1765 (Donnerstag: 1,1732) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8500 (0,8523) Euro.

(Alle Kurse 7:13 Uhr)
Euro/USD       		        1,1817	   -0,04%
USD/Yen             		109,54		0,32%
Euro/Yen       		        129,40		0,25%

ROHÖL - SEITWÄRTS - Die Ölpreise haben sich zu Beginn der neuen Handelswoche so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Am Markt war von fehlenden Impulsen die Rede. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,01 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im September fiel um vier Cent auf 48,78 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Aus Sorge vor China: Brüssel will strengere Prüfung von Übernahmen 
  europäischer Unternehmen - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker soll 
  entsprechende Massnahmen im September ankündigen, FT, S. 1 
- Containerschifffahrt dürfte weiter konsolidieren - Interview mit 
  AP Moeller-Maersk-Chef Sören Skou, FT, S.14, 18 
- Bundesaussenminister Sigmar Gabriel (SPD): Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
  unterwirft sich US-Präsident Donald Trumps Militarisierungspolitik, 
  Interview, Redaktionsnetzwerk Deutschland 
- Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und arbeitsmarktpolitische 
  Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, kritisieren geplante Kürzungen im 
  Entwurf für Bundeshaushalt, SZ, S. 17
- Ermittlungen gegen drei Spione des Schweizer Geheimdienstes, 
  NRD, WDR und SZ, S. 1 und 8 
- Start-up Mesosphere will mit seinem Daten-Service auch gegen grosse 
  Konkurrenten bestehen. "Es kann uns geben - und Amazon", Interview mit 
  Unternehmensgründer Florian Leibert, SZ, S. 18 
- Italienischer Aussenminister kritisiert mangelnde Hilfe durch Europa in der 
  Flüchtlingskrise, Interview, Bild, S. 2 
- Umfrage: Mehrheit der Deutschen plädiert dafür, dass bei Sportveranstaltungen 
  wie Fussballspielen der Veranstalter die Kosten für Polizei und ihre 
  Dienstleister übernimmt, Welt, S. 11 
- Netflix wirbt Drehbuchautorin und Produzentin Shonda Rhimes von ABC Studios 
  ab; WSJ, online

- Michelle Jou, Leiterin des Covestro-Geschäftsbereichs Polycarbonat, sieht in 
  den starken Veränderungen der chinesischen Chemieindustrie Chance für 
  westliche Unternemhen. Dies werde zu gesünderen Wettbewerb führen, 
  Interview, HB, S. 17 
- Tripadvisor will mit Hotelbewertungen endlich mehr Geld verdienen, Interview 
  mit Adam Medros, Verantwortlicher für die internationale Produktentwicklung 
  bei Tripadvisor, FAZ, S. 22 
- Solarworld-Insolvenzverwalter Horst Piepenburg: "Zu Asbeck und Qatar gab es 
  keine Alternative", Interview, FAZ, S. 18 
- Friedrich-Ebert-Stiftung will höhere Steuern für Energiewende, FAZ, S. 17 
- Enzo Weber, Ökonom am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 
  warnt vor zu starker Regulierung am Arbeitsmarkt. Dies könne in Krisenzeiten 
  gefährlich werden. "Mauert die Betriebe nicht ein", Gastbeitrag, HB, S. 48 
- Stuhlhersteller Aeris will auch beim Sitzen für Bewegung sorgen, Interview mit
  Inhaber und Geschäftsführer, Josef Glöckl, FAZ, S. 21

- Daimler steigt aus deutschem Lkw-Mautsystem aus, HB, S. 1, 8, 9 
- Deutsche Börse trennt sich von oberstem Risikomanager, HB, S. 33 
- Die Industrie ist unzufrieden mit wichtigen Teilen der Wirtschaftspolitik, 
  Brief von DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, FAZ, S. 15 
- Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer: Schröders Nominierung für 
  Rosneft-Posten hat "mehr als einen unguten Beigeschmack", 
  Interview, Zeitungen der Funke Mediengruppe 
- Gastbeitrag von Roland Koch: Entsteht gerade ein Glasfaser-Monopol der 
  Deutschen Telekom? Die Gefahr besteht durchaus. (Der ehemalige hessische 
  Ministerpräsident Koch ist heute im Aufsichtsrat von Vodafone Deutschland), 
  SZ, S. 18 
- Fipronil-Skandal: Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer weist
  Vorwürfe von Bundesagrarminister zurück, Interview, Bild

(AWP)