Morning Briefing - International

08.09.2017 07:32

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ABWARTEN - Für den Dax zeichnet sich am Freitag ein kaum veränderter Auftakt ab: Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Start mit 12 296 Punkten auf Vortagesniveau. Tags zuvor hatte er seinen jüngsten Anstieg zeitweise bis auf 12 363 Punkte fortgesetzt, bevor die Gewinne letztlich deutlich zusammenschmolzen.

USA: - STABIL - Die US-Börsen haben am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Die Investoren liessen sich nicht zu Engagements an der Wall Street verlocken. Vielmehr herrschte Vorsicht wegen der schwelenden Nordkorea-Spannungen und des Hurrikans "Irma". Dieser wütet in der Karibik, macht Inseln unbewohnbar und riss mehrere Menschen in den Tod.

ASIEN: - GEMISCHT - Die asiatischen Börsen haben am Ende einer eher trüben Woche nur noch geringe Ausschläge verzeichnet. Während der japanische und der südkoreanische Aktienmarkt im späten Handel moderat im Minus lagen, stiegen die Kurse in Hongkong, Festland-China und Australien. Die Nordkorea-Krise lastet weiterhin auf der Stimmung. Auf die Woche gesehen konnten nur die Börsen in Shanghai und Shenzhen hauchdünn zulegen, der Rest verzeichnete Verluste von bis zu 2 Prozent.

DAX              	12.296,63	    0,67%
XDAX            	12.317,62	    0,31%
EuroSTOXX 50		 3.447,66		0,40%
Stoxx50        		 3.053,27		0,33%

DJIA             	21.784,78	   -0,10%
S&P 500        		 2.465,10	   -0,02%
NASDAQ 100  		 5.964,31		0,22%

Nikkei 225          19.316,75      -0,41% (6:50 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - GEWINNE - Der Bund-Future dürfte mit ganz leichten Gewinnen in den Tag nach der EZB-Zinsentscheidung starten, schrieb Dirk Gojny von der National-Bank am Freitagmorgen. Am Nachmittag sollte nach den deutlichen Kurszuwächsen dieser Woche jedoch mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Gojny sieht den Bund-Future sich zwischen 162,20 und 163,60 bewegen.

Bund-Future Schlusskurs		165,36		 0,06%
Bund-Future Settlement		165,37		-0,01%

DEVISEN: - HOCH - Der Euro ist im asiatischen Handel im Vergleich zum Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte einen Tag nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, bis auf 1,2086 Dollar. Zuletzt kostete ein Euro mit 1,2065 Dollar wieder etwas weniger. Die EZB hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1971 (Mittwoch: 1,1931) Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,2086		 0,51%
USD/Yen             107,79		-0,61%
Euro/Yen       		130,27		-0,09%

ROHÖL - TEURER - Die Ölpreise haben am Freitag weiter zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 54,75 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 15 Cent auf 49,24 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Volkswagen will Umstrukturierung vorantreiben, Interview mit VW-Chef Matthias Müller, WSJ

- Die Blockadehaltung mehrerer Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Kampf gegen Steuerflucht sorgt im Bundesfinanzministerium für Unmut - deutsche Beamte beklagen, dass insbesondere Spanien, Italien und Frankreich Schlupflöcher in der Unternehmensbesteuerung weiter offen halten, SZ, S. 17

- Der Aussenhandelsverband BGA erwartet deutlich höhere Exporte als bisher gedacht. BGA-Präsident Anton Börner fürchtet Präsident Donald Trumps Reaktion, Interview, Welt

- Der DGB lehnt das Vorhaben der Union, Minijobs in der kommenden Legislaturperiode auszuweiten, als Schritt in die falsche Richtung ab, Berliner Zeitung

- SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verteidigt Forderung nach Ende der EU-Beitrittsverhandlungen, Interview, Funke Mediengruppe

- Deutsche Flugsicherung meldet stark zunehmende Behinderung durch Drohnen, Welt

- Die BASF-Tochter Wintershall sieht Libyen vor dem Kollaps: "Die Versorgungslage für Wasser, Nahrung und Elektrizität ist in Städten wie Tripolis katastrophal", Interview mit Wintershall-Chef Mario Mehren, HB, S. 28

- Der Medienkonzern ProSiebenSat1 strukturiert um und denkt an einen Teil-Börsengang, Interview mit Unternehmenschef Thomas Ebeling, HB, S. 24

- Mehr Mut zu einem verbindlichen Ausstieg aus der Kohle und einem deutlich schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien fordert der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, Interview, BöZ, S. 1

- Ein neuer Euro-Stabilitätsanker erfordert laut dem Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, Wolfgang Steiger, einen komplexen Bauplan, Gastbeitrag, BöZ, S. 8

- IT-Infrastrukturfirma Nutanix aus den USA setzt auf Expansion im deutschen Mittelstand und hat die Umsatzmilliarde im Blick, Interview mit Nutanix-Chef und -Gründer Dheeraj Pandey, BöZ, S. 13

- Steuerhinterziehung: Zahl der Selbstanzeigen stark rückläufig, HB, S. 18

- Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich kritisch zu den Diesel-Gipfeln der Bundesregierung geäussert: "Diese 'Gipfel' gehen mir auf den Zeiger", Interview, FAZ, S. 1 und 4

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(AWP)